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Struwwelkinder

Theaterzeit an der OS Lichtentanne


Schüler spielen für Schüler

Die Theatergruppe der Oberschule Lichtentanne zeigte an drei Tagen das selbst geschriebene und inszenierte Stück "Struwwelkinder".

Mit gemischten Gefühlen und einer gehörigen Portion Lampenfieber betraten die Spieler Julia Matzkewitz, Julia Thumulla und Laura Kriwitzki aus der Klasse 10a, Magdalena Berger aus der Klasse 7a, Felix Witzke, Luise Schubert, Lea Sophie Riemenschneider, Sarah Keßler und Chiara Pistorius aus der Klasse 6a, unterstützt von den Technikern Luca Donatus Kürzinger und Kevin Mehlhorn aus der Klasse 6a, die für Licht und Musik sorgten, die Bühne.
Die Spieler leisteten Schwerstarbeit. Man merkte ihnen in jeder Spielszene die große Spielfreude an. Mit viel Elan und Schwung zeigten sie, bezogen auf das Kinderbuch "Der Struwwelpeter" von Dr. Heinrich Hoffmann, dass die Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen vor 150 Jahren und die Erziehungsschwierigkeiten durchaus auch heute noch die gleichen sind.
Das machte sich die Theatergruppe unter der Leitung von Frau Gullnick zu Nutze und holte einige Episoden in die heutige Zeit.
Zum Inhalt des Stücks:
Eine von drei Freundinnen rettet aus der Altpapiertonne das Kinderbuch "Der Struwwelpeter". Sie findet die Geschichten interessant und gruselig. Die beiden anderen machen sich lustig, sind aber nach und nach von den Figuren gefangen und erkennen den Bezug zu ihrem eigenen Leben. Gemeinsam mit weiteren Freunden lassen sie den alten Text lebendig werden. Ob nun der Struwwelpeter selbst erklärt, weshalb er so ist, wie er ist, der Suppen-Kaspar heute durchaus in Form von Magersucht und übertriebenem Sporttreiben daherkommt, der Daumenlutscher eher seine "SIMS"-Finger einbüßt, der Zappel-Philipp sich beim Sturz fast das Genick bricht oder  die "Bösen Buben" sich als NAZI, ALKIE und TERRORIST wie "Blöde Buben" outen! Sie alle haben über die Generationen hinweg lediglich ihr Gesicht verändert. Der OPTIMIST hält allen den Spiegel vor.  So kommen die Spieler am Ende zu dem Schluss: "Wir sind Freunde, wir bleiben Freunde, auch wenn wir uns manchmal ganz schön auf die Nerven gehen." Gemeinsam bilden sie einen Kreis, trotz aller Verschiedenheit.
Auf vergnügliche, aber auch berührende Weise sollen Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene nachdenken über das, was im Leben vielleicht wirklich wichtig ist. Die Theatergruppe wollte keinen erhobenen Zeigefinger, aber auf die Wunden unserer Zeit tippen.
Die meisten Zuschauer haben die Botschaft verstanden, was Kommentare von Schülern der zehnten Klassen zeigen: "Es war sehr unterhaltsam. ... Eine ernste Geschichte wurde mit viel Spaß vermittelt. ... Die Schüler und Frau Gullnick haben sich mehr als Mühe gemacht, so etwas Cooles, Lustiges und Lehrreiches zu gestalten. ... Endlich hat mal jemand Magersucht, Handysucht, Terrorismus, Alkohol und Nazismus zum Thema gemacht. ... Nach dem Stück musste ich viel nachdenken. ... "  
Fazit der Theatergruppe: Ziel erreicht! Mühe hat sich gelohnt. Dank an die Zuschauer vom Sonntag, die so liebevoll unser "Wollschaf" fütterten. Wir werden den Inhalt im richtigen Theater verprassen. Vielleicht bis bald! 

           Die Laienspieler der OS Lichtentanne

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E-Mail: mittelschule.
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